Eine Strategie für eine digitale Schweiz – wieso eigentlich?

20.03.2019
Beitrag von Geschäftsstelle Digitale Schweiz GDS
Publiziert unter:  Strategie Digitale Schweiz, Nationale Konferenz
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Die Geschäftsstelle Digitale Schweiz koordiniert die Umsetzungsarbeiten der Strategie Digitale Schweiz. Sabine Brenner, Leiterin der Geschäftsstelle, erklärt, was der Bundesrat mit seiner Strategie bezwecken will.

Weshalb hat der Bundesrat eine Strategie Digitale Schweiz?

Bereits 1998 hat der Bundesrat seine erste Strategie zur Förderung der Informationsgesellschaft in der Schweiz verabschiedet. Seither arbeitet die Bundesverwaltung zusammen mit Partnern an ihrer Umsetzung. Der Mehrwert der Strategie liegt vor allem darin, dass sie Digitalisierungsthemen, die zukunftsrelevant sind, identifiziert und zeitnah adressiert. Sie trägt als Dachstrategie dazu bei, Silos aufzubrechen und die Zusammenarbeit zu fördern. Last but not least ist die Strategie Digitale Schweiz auch ein Signal und ein Appell – an die Gesellschaft, die Wirtschaft und nicht zuletzt die Politik: Wir nehmen die Digitalisierung ernst und möchten die digitale Transformation zum Wohle aller nutzen. Lasst uns diese Herausforderung gemeinsam angehen!

Wie funktioniert die Koordination?

Wir haben hier in der Bundesverwaltung ein breites Netzwerk aufgebaut. Das Eidgenössische Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ist verantwortlich für die bundesinterne Koordination der Umsetzungsmassnahmen des Bundes und die Weiterentwicklung der Strategie. Diese Arbeiten werden im Rahmen der Koordinationsgruppe Digitale Schweiz des Bundes (IDK) durchgeführt. In der IDK sind alle Departemente sowie die Bundeskanzlei vertreten. Den Vorsitz hat der Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM). Das Gefäss ermöglicht auch einen regelmässigen interdepartementalen Informationsaustausch zu übergeordneten Themen der Digitalisierung.

Die Umsetzung und die Kommunikation der einzelnen Massnahmen der Strategie liegt in der Verantwortung der zuständigen Departemente und Amtsstellen des Bundes. 

Wie werden weitere wichtige Stakeholder wie die Kantone oder etwa die Wirtschaft involviert?

Die Digitale Schweiz ist ein Gemeinschaftswerk. Der Bundesrat lädt daher alle Anspruchsgruppen ein, ihren eigenen Beitrag für eine digitale Schweiz in Anlehnung an die genannten Leitlinien zu erbringen und sich in einem Dialog über die kontinuierliche Weiterentwicklung der Strategie und ihrer Umsetzungsaktivitäten auszutauschen. Die enge Vernetzung der Verwaltung mit der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft ist nicht neu, gerade in einem kleinräumigen Land wie der Schweiz. Doch braucht es für eine nachhaltige digitale Vernetzung gerade in Fachgebieten mit geteilten Zuständigkeiten zwischen Bund, Kantonen und privaten Organisationen Foren und Plattformen der Zusammenarbeit. Gute Beispiele hierfür sind etwa E-Government Schweiz oder eHealth Suisse. Um die Sichtbarkeit national bedeutender Projekte von bundesexternen Akteuren (z.B. Forschungsinitiativen, Technologie- und Digitalisierungsvorhaben) weiter zu erhöhen, hat der Bundesrat ausserdem entschieden, dass diese im Aktionsplan zur Strategie aufgenommen werden können. 

Darüber hinaus lädt der Bundesrat alle zwei Jahre Meinungsmacher und Entscheidträger an die Nationale Konferenz Digitale Schweiz ein, um mit ihnen gemeinsam die anstehenden Herausforderungen, die die fortschreitende Digitalisierung mit sich bringt, zu diskutieren. Die nächste Konferenz findet am 2. September 2019 in Basel statt.

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