Digitalisierung und Innovation
Workshop

20.11.2017
13:15 - 14:45
Kongresshaus - Biel/Bienne
heitz
Christoph Heitz
Professor, ZHAW
benard
Michel Benard
University Relations Manager Google
Bonaccio
Silvio Bonaccio
Head of ETH transfer, ETHZ
bürer
Nicolas Bürer
Managing Director, digitalswitzerland
hauri
Philip Hauri
Head of Innovation, Swissmem / Industrie 2025
Christina Kehl
Christina Kehl
Co-Founder & Managing Director, Swiss Finance Startups

Steigerung der Wertschöpfung geschieht durch neue Dienstleistungen und Produkte, also durch Innovation. Wie kann die digitale Innovationskraft der Schweizer Industrie gestärkt werden? Wie kann der Markterfolg von Innovationen erhöht werden?

Im Rahmen dieses Workshops werden ausgehend von konkreten Erfolgsstories von Schweizer Firmen Fragen diskutiert wie: Welche Arten von Innovationen bringt die Digitalisierung besonders zutage? Welches sind die zentralen Faktoren für ihren Erfolg? Wo liegen die Schwierigkeiten und die potenziellen Hürden, die eine erfolgreiche Umsetzung verhindern können? Was sind mögliche Lösungsansätze, um diese Hürden abzubauen?

Ergebnisse des Workshops

Ausgewählte Thesen
  1. Um Forschung schnell markttauglich zu machen, braucht es zielgerichtete interne Entwicklungs-Programme und professionelle Unterstützung von Aussen.
  2. Einfache digitale Innovationen bestehen in der Rekombination von Technologie, Prozess- und Businessmodell. Entscheidend ist, opportune Kombinationen schnell genug zu erkennen und umzusetzen.
  3. Netzwerke und Kooperationen werden immer wichtiger. Die digitale Welt muss letztlich agil erfahren werden.
     
Zusammenfassung

Die Digitalisierung ist ein enormer Treiber von Innovationen, die ihrerseits wesentlich für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sind. Ein Blick auf ausgewählte Schweizer Erfolgsstories zeigte klar, dass es verschiedene Typen von  digitalisierungsgetriebenen Innovationen gibt.

Auf der einen Seite des Spektrums stehen Innovationen, die eine intensive Forschung und Entwicklung benötigen. Das Resultat ist etwa ein neues Produkt. Solche Innovationen werden z.B. durch Spin-offs und Start-ups umgesetzt. Für diese Unternehmen ist es wichtig, Zugang zu gut ausgebildeten Mitarbeitern zu haben und schnell genug wachsen zu können, damit ein Fortbestand in der Schweiz attraktiv bleibt. 

Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Innovationen, die nicht auf einem neuen hochtechnologischen Produkt oder Algorithmus basieren, sondern vielmehr auf einer innovativen Kombination von bestehenden digitalen Technologien mit neuen Prozess- und Businessmodellen, um so Kundenbedürfnisse besser als bisher abdecken zu können. Für den Erfolg solcher Rekombinationen ist die Geschwindigkeit von der Idee bis hin zur Marktreife entscheidend. In der Regel werden solche Innovationen agil und eng am Markt entwickelt.

Es bestand grosser Konsens im Workshop, dass für alle Innovationstätigkeit Netzwerke und Kooperationen immer wichtiger werden. Entscheidend für den Erfolg ist, dass die richtigen Akteure eng zusammenarbeiten. Solche Verbunde sind dabei immer öfter interdisziplinär und werden durch Akteure verschiedener Branchen gebildet.

Vor allem Start-ups werden als Innovationstreiber stark wahrgenommen. Von der Digitalisierung können jedoch auch bestehende kleine und mittlere Unternehmen profitieren, die sich heute der digitalen Transformation teils noch verschliessen. Hier muss weiter sensibilisiert und eine entsprechende Innovationskultur etabliert werden. Dabei geht es um Abbau von Ängsten, aber auch um Unterstützung, die Opportunitäten der Digitalisierung zu erkennen und realisieren zu können. 

Themenleader

  • Kommission für Technologie und Innovation KTI
  • Swiss Alliance for Data-Intensive Services