Die Schweiz nutzt ihre Chancen im Hinblick auf den virtuellen internationalen Wirtschaftsraum

Anfang 2020 hat die Europäische Union (EU) ihr neues Arbeitsprogramm verabschiedet. Dazu gehört ihre Strategie zur Gestaltung der digitalen Zukunft Europas mit der Förderung einer fairen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft, der Schaffung europäischer Datenräume und der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz (KI). Die Schweiz ist eng mit dem europäischen Wirtschaftsraum verbunden. Gleichzeitig gewinnen aber auch digitale Produkte und Dienstleistungen in den Handelsbeziehungen mit anderen Regionen an Bedeutung. Die Schweiz beobachtet die regulatorischen Entwicklungen, insbesondere im Bereich KI und der digitalen Wirtschaft, sowie die Schaffung von Datenräumen in der EU. Ebenso werden digitale Entwicklungen in anderen für unser Land wichtigen Weltmärkten verfolgt. Dazu führt die Schweiz einen aktiven Dialog mit der EU-Kommission, mit anderen Ländern und in internationalen Organisationen wie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Welthandelsorganisation (WTO). In der WTO beteiligt sich die Schweiz aktiv an den plurilateralen Verhandlungen über E-Commerce zur Förderung des digitalen Handels, zum Abbau von Handelshemmnissen sowie zur Entwicklung von gemeinsamen Grundprinzipien für die innerstaatliche Regulierung. Ziel ist, die Chancen dieser digitalen Märkte und Datenräume für die Schweiz nutzbar zu machen und das Risiko unlauterer Praktiken und einer Ausgrenzung abzuwenden.